#20 – Lateinamerika: Eine unvollendete Revolution
Mit der US-Invasion Venezuelas und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro hat die Regierung Trump das Ende der „regelbasierten“ Weltordnung verkündet und ihren Anspruch auf ganz Lateinamerika bekräftigt. Das Editorial zeigt, dass das keine „Rückkehr des Imperialismus“ ist, sondern die Fortsetzung von fünf Jahrhunderten der Ausplünderung des Kontinents. Im Schwerpunktartikel zieht Jorge Martín Bilanz der Venezolanischen Revolution: Er zeichnet die Dynamik zwischen Hugo Chávez und den Massen nach und erklärt, warum die Revolution trotz ihres enormen Potenzials gescheitert ist – und welche Lehren sich daraus für heute ziehen lassen.
Carlos Márquez widmet sich dem Muralismus, der aus der Mexikanischen Revolution geborenen Kunst der „drei Großen“ Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros. Dazu bringen wir historische Beiträge von Leo Trotzki über Lateinamerika, darunter „Mexiko und der britische Imperialismus“ (1938) über die Enteignung der mexikanischen Ölindustrie. Den Abschluss macht James Kilbys Rezension von Andrew Ross Sorkins Buch „1929“ – und die Antwort auf die Frage, die das Buch offenlässt: Warum kam es tatsächlich zum Börsenkrach?
- Editorial: Lateinamerika – Eine unvollendete Revolution
- Eine Bilanz der Revolution in Venezuela (Jorge Martín)
- „Muralismo“: Kunst und Revolution (Carlos Márquez)
- Auszüge über Lateinamerika (Leo Trotzki)
- Rezension: Wie kam es 1929 zum Börsenkrach? (James Kilby)
