#19 – Sudan: Von der Revolution zur Barbarei

„Sozialismus oder Barbarei“ – mit dieser Alternative beschrieb Rosa Luxemburg mitten im Ersten Weltkrieg die Lage der bürgerlichen Gesellschaft. Das Editorial zeigt, warum diese Worte bis heute nichts von ihrer Kraft verloren haben, und erklärt mit Marx, warum Gesellschaften aufsteigen und untergehen. Nirgends zeigt sich das heute so deutlich wie im Sudan: Im Schwerpunktartikel zeichnet Thomas Soud die Revolution von 2018–2021 nach, eine der mächtigsten Massenbewegungen dieses Jahrhunderts – ihr enormes Potenzial, den Verrat der reformistischen Führer und die Konterrevolution, die das Land in Bürgerkrieg, Völkermord und Hungersnot gestürzt hat.

Woran eine Revolution ohne entschlossene Führung scheitern kann, untersucht Leo Trotzki in „Lehren der Pariser Kommune“ aus dem Jahr 1921. Tom Trottier beschreibt den Aufstieg der Bewegung gegen den Vietnamkrieg, die Millionen gegen die US-Regierung mobilisierte, und warum die historische Chance, eine revolutionäre Partei aufzubauen, ungenutzt blieb. Den Abschluss macht Daniel Morleys Rezension von Thomas Manns „Der Zauberberg“ – ein Porträt der Bourgeoisie im Niedergang.

Cover von In Verteidigung des Marxismus Nr. 19: Sudan – Von der Revolution zur Barbarei

In Verteidigung des Marxismus #19
Sudan: Von der Revolution zur Barbarei

ISSN: 2791-4364
44 Seiten. 5,00 €
Erschienen im April 2026.